DortmundDortmunder Gartenfreund online2022Fahrt der Fachberatung

Fahrt der Fachberatung

nach Bad Driburg (25.06.2022)

Bei angenehmem Wetter starteten wir um 8.00 Uhr in der Akazienstraße und erreichten das Ziel ohne Staus nach eineinhalbstündiger Fahrt. Unser Stadtführer teilte uns mit, dass drei Guides wegen Corona und einer wegen Urlaub ausgefallen wären und er jetzt die ganze Gruppe alleine übernehmen müsste, was aber kein Problem darstellte. Er startete mit der Besichtigung des Ortskerns. Wichtigste Straße ist die Lange Straße, die den historischen Stadtkern mit den gräflichen Kuranlagen und dem Bahnhof verbindet. Hier finden sich noch einige prächtige Bürgerhäuser. Im relativ neu erbauten Stadtbrunnen sind die großzügigen Spender mit runden Namensplättchen auf dem Brunnenboden verewigt. Wichtigste Einnahmequelle des Ortes sind die 7 Kliniken, die hauptsächlich Reha-Maßnahmen anbieten und die Glasmanufaktur, die hier noch durch die Firma „Leonardo“ vertreten ist. Auch die kleinen Geschäfte in dem seit 225 Jahren anerkannten Heilbad, das 1919 den endgültigen Namen „Bad Driburg“ erhielt, profitieren von den vielen Kurgästen. Die ganze Stadt war bei unserem Besuch mit gelbblauen Wimpeln geschmückt, da das Schützenfest kurz vor der Tür stand.

Anschließend ging es in einen der schönsten englischen Landschaftsparks Deutschlands, den 64 Hektar großen „Gräflichen Park Bad Driburg“. Der Park befindet sich im Besitz der Familie Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, die auf dem Gelände das gräfliche Health & Balance Resort betreibt.

Wie schon das Ausmaß erahnen lässt, ist das Gelände sehr weitläufig. Gepflegter englischer Rasen mit viel altem Baumbestand und ganz besonderen Solitärbäumen. Ein ausgesprochen knorriges Exemplar könnte aus der Saga „Herr der Ringe“ stammen. Überall gepflegte Hecken, ein aus Hecken geformtes Labyrinth. Inmitten des Parks das als Hotel und Kurbad genutzte gräfliche Anwesen mit dem Brunnenhaus im neoklassizistischen Stil und seinen langen Fachwerkbauten, die eine weite perspektivische Sicht zulassen. Umgeben von Hecken befindet sich eine Ruheinsel mit einem Brunnen, dessen Becken abwechselnd von beiden Seiten mit Wasser vollläuft, das sich dann wieder ins Wasser ergießt. Sehr entspannend! Auch ein Kurkonzert in der Konzertmuschel konnten wir belauschen. Alle Bauten sind umgeben von langegezogenen wunderschönen Blumenrabatten.

2009 legte der niederländische Gartenkünstler „Piet Oudolf“ einen Stauden- und Gräser-Garten an, der zu jeder Jahreszeit in seiner Blütenpracht erstrahlt. Inmitten der Beete gibt es kleine Grashügel, die zum Begehen einladen und so verschiedene Blickwinkel auf die Pflanzen zulassen. Gerne hätten wir das Gelände noch weiter erkundet, aber die Zeit zum Mittagessen wurde zu knapp. Nachmittags besichtigten wir nochmal den Ortskern. Einige ließen es sich nicht nehmen ein kleines Mitbringsel im Leonardo-Outlet zu ergattern. Unsere letzte Station war das urige Cafe „Altes Stellwerk“, wo wir leckeren Kuchen genießen konnten.

Vielen Dank an Hanne und Ulrich Winden, die sich um die Organisation der Fahrt gekümmert haben.

 

Fotos und Text

Bea Wild